Herzinfarkt bei Frauen: Aufklärung tut not
Lange galt der Herzinfarkt als typische Männerkrankheit. Untersuchungen zeigen aber, dass Frauen ebenso häufig einen Infarkt erleiden. Weibliche Symptome sind aber anders und dabei oft uneindeutig. Woran erkennen Frauen einen drohenden Herzinfarkt?
Herzinfarkt-Risiko steigt in den Wechseljahren
Frauen sind erst in den Wechseljahren besonders Herzinfarkt-gefährdet, da das Geschlechtshormon Östrogen sie vor Gefäßerkrankungen schützt. Östrogen senkt das für Gefäßverschluss verantwortliche „schlechte“ Cholesterin und kurbelt außerdem die Produktion von gefäßerweiternden Stoffen an. Mit Eintritt in die Wechseljahre fällt diese natürliche Schutzfunktion weg.
Weibliche Symptome des Herzinfarkts
Die Symptome bei Mann und Frau können unterschiedlich sein. Allgemein bekannt und für den Herzinfarkt typisch angesehen sind die Alarmzeichen der Männer: eine starke Enge und ein Druck im Brustkorb und haben anhaltende Schmerzen, die in Arme, Schulterblätter, Hals und Kiefer ausstrahlen sowie Angst oder Panik. Bei Frauen sind häufiger Kurzatmigkeit, ungewöhnliche Müdigkeit, Erbrechen sowie Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich Anzeichen für einen Herzinfarkt. Sie werden aber als solche nicht ernstgenommen, weshalb Frauen zu spät oder gar nicht zum Arzt gehen.
Wie Frauen einen Herzinfarkt erkennen können
Die „Initiative Frauenherz“ (Broschüre) will Frauen und Gesellschaft aufklären und ein Bewusstsein für die weibliche Symptomatik schaffen. Eine Hilfe zur frühzeitigen Erkennung eines Infarktes kann die Anwendung der NAN-Regel sein: So können alle plötzlich auftretenden Beschwerden zwischen Nase, Arm und Nabel, die auch nach 15 Minuten noch anhalten, auf einen drohenden Herzinfarkt hinweisen. Mit diesem Wissen kann bereits das Ziel erreicht werden, dass Frauen früher den Notarzt rufen als bisher und rechtzeitig behandelt werden können.
test Filed under Genusgruppe weiblich, Unterschiede | Tags: gesundheit | Comment (0)Leave a Reply
Hi! Ich bin Sveni. Ich schreib hier über die Gesundheit... Wer hätte es gedacht.