Gutes Fett – schlechtes Fett: Was steckt dahinter?

Juni 5th, 2010  Tagged ,

Menschen denken gern in Schubladen. Auch in Sachen Essen. Gutes Essen vs. schlechtes Essen. Gutes Fett vs. schlechtes Fett. Doch gibt es das überhaupt?

Letztens habe ich mich für euch ja schon mit dem Mythos „Obst schützt für Krebs“ beschäftigt. Ihr kennt doch sicher den Spruch „das ist schlechtes Fett, das schadet dir“ bzw. „das geht in Ordnung. Das ist gutes Fett“. Doch zum Glück haben wir die Wissenschaftler, die sich von Zeit zu Zeit mit den Lebensmittel-Gerüchten beschäftigen und uns die Wahrheit erzählen.

Öl in Flaschen
Es heißt doch im Allgemeinen, dass die berühmt berüchtigten Omega-3-Fette gesünder wären als z.B. Schweineschmalz. Doch genau das soll nicht der Fall sein, sondern eher umgekehrt! Im Grund können die Omega-3-Fette sogar schädlicher für den Körper sein als bisher angenommen und in der falschen Dosis sogar krebserregend.

Ein Versuch mit Fett bringt Klarheit
Auch wenn er 20 Jahre zurück liegt, so gibt er doch ganz schön Aufschluss über die Volksüblichen Missverständnisse. Kurz zum Versuch: Ein Dutzend freiwilliger Helfer und der leitende Professor des Experiments, Gerhard Spiteller haben ihre Blutwerte testen lassen. Zuvor wurde eine alte Pfanne auf einen heißen Herd gestellt und dann ein paar Löffel Olivenöl hineingegeben- welches natürlich auch erhitzt wurde. Das Fett wurde gegessen. 16 Stunden später wurde den Helfern Blut abgezapft und geschaut was das Öl gemacht hat. Heraus kam, dass bei allen der Pegel gefährlicher Oxidationsprodukte im Blut erhöht war. Um die Hälfte höher war es bei den jüngeren Teilnehmern, bei den Älteren sogar fast um das 15-Fache.

Was sind gute Fette bzw. schlechte Fette?
In Butter, Sahne, Bratfetten, Wurst und Fleisch finden sie sich in hohen Konzentrationen. Das führt zu Herz und Kreislauf-Problemen und stehen im Verdacht auf Dauer Krebs erregen. Ergo: Sie gehören zu den schlechten Fetten. Gute ungesättigte Fette findet ihr in Pflanzenöl, Fischtran, Nüssen und Oliven. Sie haben den Ruf  das Herz zu schützen, Entzündungen im Körper fernzuhalten und sogar das Krebsrisiko senken zu können.

Die Menge machts
Omega 3 Fettsäuren
stehen ganz oben in der Liste, wenn es um gesunde Lebensmittel geht. Dabei ist es eher so, dass sie in großen Dosen gesundheitsschädlich sind. Doch in kleinen Mengen ist Omega 3 gut. Denn der Körper kann es nicht selbst herstellen. In der richtigen Menge also ist es gut für unser Hirn, stärkt den Geist, dämpft das Depressions-Risiko. So heißt es zumindest. Doch klar, dass daran immer wieder gezweifelt wird, da es 100% auch nicht Wissenschaftlich bewiesen werden kann. Zu viel Omega 3, also schlechtes Fett, führt bei Kindern beispielsweise zu Übergewicht und erhöhten Blutdruck. Herzpatienten sollten auch auf die Dosis achten, denn sie laufen sonst Gefahr eines plötzlichen Herztodes.

Ich würde sagen, dass es immer wieder dasselbe Spiel ist: Man kann alles Essen und Trinken, solange es in Maßen passiert. Zu viel von einer Sache ist immer schädlich. Zu viel Obst ist ebenso schlecht für den Körper wie eine tägliche Portion Süßkram, ein Glas Rotwein ab und an ist okay, eine ganze Flasche ist auf Dauer ungesund.

Hier könnt ihr noch mehr zum Thema gute und schlechte Fette nachlesen.




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